Kostenerstattungsverfahren

Wenn Sie bereits bei mehreren Vertragsbehandlern aufgrund der langen Wartezeiten vergeblich versucht haben, einen Therapieplatz zu bekommen, es aber zum jetzigen Zeitpunkt wichtig für Sie ist, eine Psychotherapie zu beginnen, besteht die Möglichkeit, bei außervertraglichen Behandlern einen Antrag auf Kostenerstattung für Psychotherapie bei Ihrer Krankenkasse zu stellen.

Zur Sicherstellung der Versorgung sind die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und Krankenkassen verpflichtet, einen Vertragsbehandler zur Verfügung zu stellen. Mehr als drei vergebliche Anfragen bei Vertragsbehandlern sind aus fachlichen Gründen und im Sinne des Gebots einer humanen Krankenbehandlung nicht zumutbar. Es ist nicht die Aufgabe des Patienten, für einen Behandlungsplatz zu sorgen, wenn keiner zur Verfügung steht. Wenn Kassenärztliche Vereinigung und Krankenkasse nicht zeitnah einen Vertragsbehandler bereitstellen können, sind die Voraussetzungen für eine Kostenerstattung nach § 13 Abs. 3 SGB V erfüllt.

Das Sozialgericht lehnt Wartefristen, die über sechs Wochen hinausgehen, als unzumutbar ab. Nur in Einzelfällen sind Wartezeiten bis zu drei Monaten bei Erwachsenen zumutbar.

>> Merkblatt zur Kostenerstattung